Bildungskongress „GO APP – praktisch lernen“

Maria-Eleonora Karsten ist seit 1990 Professorin der Erziehungswissenschaft, und lehrt in den Bereichen Sozialpädagogik, Sozialwissenschaften, Sozialmanagement und Psychologie. Sie ist Studiengangsleitung für das Lehramt Berufsbildende Schulen mit der Fachrichtung Sozialpädagogik. Zudem ist sie nebenamtliche Gleichstellungsbeauftragte. Seit über rund 20 Jahren übt sie hochschulpolitische Funktionen aus, arbeitet in diversen Fachgesellschaften und als Gutachterin in Akkreditierungsverfahren in kindheitspädagogischen Studiengängen Deutschlands. Die wurde von verschiedenen Organisationen, wie ver.di und die GEW, beauftragt Expertisen und Entwicklungskonzepte im Rahmen kindheitspädagogischer Studiengänge zu verfassen.

Prof. Klusemann ist seit 1994 Professor für die Bereiche Soziologie der Kindheit und der Familie sowie für Qualitative Sozialforschung an der Hochschule Neubrandenburg. Seit den 80er Jahren gehört er zu den Pionieren der Qualitativen Sozialforschung in Deutschland. Seine Forschungsbereiche umfassen die Prozessverlaufsforschung sowie Prozessstrukturanalysen in Lern- und Bildungsinteraktionen aus mikrosoziologischer Perspektive. Er war Projektleiter mehrerer Forschungsprojekte, die sich mit Interaktionen in frühkindlichen Bildungsprozessen befassten, so bsw. in dem Verbundprojekt „Bildungslandschaft Uecker-Randow“- ein BMBF-gefördertes Projekt unter der Bezeichnung „Lernen vor Ort“. Im Rahmen dieses Projektes wurde intensiv an der gemeinsamen Umsetzung von Ideen zur Förderung informeller Lernprozesse für bildungsferne Personen im ländlichen Raum zwischen der Hochschule Neubrandenburg und Akteuren vor Ort gearbeitet. Aktuell leitet er ein mehrjähriges Landesprojekt, in welchem die sozialen Differenzen in Geschlechterinteraktionen analysiert werden. Hierzu werden u.a. auch die Auswirkungen von biographisch geprägten Denk- und Handlungsmustern in (früh-) pädagogischen Interaktionen untersucht.

Ist gelernte Erzieherin und angehende Kindheitspädagogin. Nach langjähriger Tätigkeit als Leiterin in einer Kindertageseinrichtung ist sie nun als freiberufliche Fachberaterin tätig. Sie ist Multiplikatorin des DJI-Projektes „Die Sprache der Jüngsten entdecken und begleiten“ und begleitet Kindertageseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Hamburg.  Sie ist maßgeblich am BASicKs Projekt des DRK- Landes-Mecklenburg-Vorpommern beteiligt, der sich zum Ziel gemacht haben, eine Vernetzung der bestehenden sprachförderlichen Ansätze und der Lücken durch gezielte regionale Fortbildungen aufzubauen. Der Schwerpunkt ihrer fachberaterischen Tätigkeit liegt in  der Beratung und Begleitung pädagogischer Fachkräfte im Alltag einer Kindertagesstätte sowie in der Sensibilisierung für bedeutende alltagsintegrierte Sprach-,  Interaktions- und Bildungsangebote für Kinder.

Ist Professorin an der Hochschule Neubrandenburg im Bereich Psychologie der frühen Kindheit. Ihre Arbeitsgebiete liegen neben dem Themenspektrum des Workshops in der  Sprachentwicklung, Sprachförderung und des Schriftspracherwerbs in den Themenbereichen der Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitspsychologie - mit den Schwerpunkt sozial-emotionale Kompetenz, Lernpsychologie, Kinder unter drei Jahren sowie Verhaltensauffälligkeiten. Sie setzt sich für eine enge Vernetzung frühpädagogischer Einrichtungen im Land ein. Neben der langjährigen Expertise im Bereich Sprache bietet sie seit 2012 die Weiterbildungsreihe „Sprachförderpädagogik“ an der Hochschule Neubrandenburg an, die übergreifend die Bereiche der nonverbalen Kommunikation, der Sprachentwicklung sowie des Schriftspracherwerbs aus interaktionspsychologischer Sicht thematisiert und einen engen Handlungsbezug zum Ausbau pädagogischer Kompetenzen in der Fachpraxis aufbaut.

Sibylle Hansen ist derzeit als Lern- und Klassenbegleiterin an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Schwerin tätig. Parallel zum berufsbegleitenden Studium „Early Education“ an der Hochschule in Neubrandenburg (Prof. Dr. Claudia Hruska, Prof. Dr. Mandy Fuchs), arbeitete Frau Hansen im Montessori – Kinderhaus in Ludwigslust und in der Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Geesthacht. Schwerpunkte der praktischen Erfahrungen sammelte Frau Hansen in der Leitung, in der Begleitung unter Dreijähriger sowie Kinder im Alter von drei bis sechs Jahre. Ihre Bachelorarbeit schrieb Frau Hansen zum Thema „Konflikthafte Interaktionen unter Dreijähriger und deren Körpersprache“.
Dem berufsbegleitenden Studium voraus gingen eine  Zusatzqualifikation in der sensorischen Integrationstherapie beim Flehmig – Institut im Hamburg und eine berufsbegleitende Zusatzausbildung als Gesundheits- und Sozialfachwirtin in Schwerin. Frau Hansen wird über den professionellen Blick unter Einsatz von Videointeraktionsanalysen sprechen.

Katrin Lattner ist derzeit Promotionsstipendiatin der Hochschule Osnabrück. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit der psychischen Gesundheit und dem Belastungserleben von niedersächsischen Erzieherinnen in Kindertagesstätten. Parallel zum Studium arbeitete Frau Lattner als studentische Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Kleinkindpädagogik der Freien Universität Berlin (Prof. Dr. Kuno Beller, Prof. Dr. Wolfgang Tietze) und übernahm als freie Mitarbeiterin die Koordination von Evaluationsprojekten zur Feststellung der pädagogischen Qualität in Kitas (PädQUIS). Ihre Diplomarbeit schrieb Frau Lattner zum Thema „Konfliktverhalten von zweijährigen Kindern in Abhängigkeit ihrer sozialen Kompetenz“.
Im Anschluss an das Studium trat Frau Lattner eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle „Professionalisierung von frühpädagogischen Fachkräften“ an der Hochschule Osnabrück an. Gemeinsam mit Frau Marina Granzow (M.A.) war sie dort für die Durchführung und Koordination der „Studie zur Kompetenz und Zufriedenheit von Erzieherinnen in Niedersachsen“ unter der Projektleitung von Frau Prof. Dr. Julia Schneewind und Frau Prof. Dr. Nicole Böhmer zuständig.

Nach Lehrtätigkeiten in städtischen und ländlichen not-for-Profit- und Community-basierte Erziehung und Betreuung für Kinder von Geburt bis zum schulpflichtigen Alter, übernahm sie die Tätigkeit in Christchurch, wo sie in Bereichen der allgemeinen Bildung, der Lehrerausbildung und der Postgraduierten arbeitete. Nach der Ausbildung folgten das Studium an dem ehemaligen Christchurch College of Education und dann an der University of Canterbury. Weiterhin unterrichtete sie in an der Pädagogischen Hochschule an der Universität von Otago. Sie arbeitet an Themen wie aus Alltagsorientierungen und Alltagshandeln normative Orientierungs- und Handlungskonzepte entstehen. In ihrer Forschertätigkeit setzt sie sich damit auseinander, wie diese Normen bestimmte Themen, Absprachen und Ideen verändern.

Miriam K. Damrow beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Themenkomplex von Bildung, Kinderschutz und Sexualität. Zusätzlich zu ihrer Dissertation zum Komplex wirksamer Prävention und Intervention sexueller Gewalt an Kindern folgte ein Forschungsaufenthalt am GACVS in Washington DC. Nach freiberuflicher Tätigkeit erfolgte 2010 die Berufung auf die Vertretungsprofessur „Psychologie der Frühen Kindheit“ an der Hochschule Neubrandenburg und 2011 die Berufung auf die Vertretungsprofessur „Mädchen- und Frauenarbeit“ an der FH Jena und wechselte danach an die Martin-Luther-Universität Halle. Sie forscht seit einigen Jahren zum Themenkomplex Gender und Sexualität. Aktuelle Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des interkulturellen Kinderschutzes.

Dr. des. Lena Irmler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Gendergerechte individuelle Förderung von Jungen und Mädchen in Kindertageseinrichtungen des Landes MV“ an der Hochschule Neubrandenburg unter der Leitung von Prof. Klusemann und Profn. Musiol. Sie ist Diplom-Sozialarbeiterin/-pädagogin und hat 2012 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bei Profn. Rabe-Kleberg und bei Prof. Bohnsack in Berlin promoviert. In ihrer Dissertation „Körpersprachliche Interaktionen zwischen Erzieherinnen und Jungen und Mädchen“  setzt sie sich mit professionellem Handeln von Erzieherinnen mit dem Fokus auf Körperbewegungen und -berührungen im pädagogischen Alltag auseinander. Neben ihrer Forschungsstelle in der  Frühpädagogik arbeitet Lena Irmler als Lernbegleiterin am Seminar für Kirchlichen Dienst Greifswald, einer reformpädagogischen, evangelischen Fachschule zur Ausbildung von SozialassistentInnen und ErzieherInnen.

Seit 1999 Professor für Soziologie und Netzwerk- und Gemeinwesenarbeit im Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung an der Hochschule Neubrandenburg. Praxiserfahrung in der Sozialen Arbeit: Gemeinwesenarbeit und offenen Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt Arbeit mit jugendlichen Fußballfans, Abbau von Fremdkulturfeindlichkeit bei deutschen und ausländischen Jugendlichen. Forschung: wissenschaftliche Begleitung von Modellprojekten und empirische Forschungen in den Bereichen Armutserfahrung und Armutsbewältigung; soziale Stadt- und Quartiersentwicklung; Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und Beteiligung im sozialräumlichen Kontext; Öffentlichkeit, Vertraulichkeit und Diskretion im Berufsfeld der Sozialen Arbeit. 

Gabriele Taube Riegas (M.A.) wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung beschäftigt sich neben ihrer Lehrtätigkeit an der Hochschule Neubrandenburg mit der Entwicklung und Umsetzung neuer Lehr- und Lernformen, Lern – Werk- Städten sowie den Formen und Methoden des selbstgesteuerten Lernens. Ihre Lehrtätigkeit ist eng verknüpft ist mit verschiedenen Bereichen der Berufsbildung,   Berufs(früh)orientierung, Berufswahlkompetenz, sowie der Entwicklung von Konzepten für die Aus- und Weiterbildung und der Professionalisierung des Bildungspersonals. Ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Regionalen Berufsbildungsforschung. Sie gehört zum engen Team des Instituts für Interaktionsforschung an der Hochschule Neubrandenburg und setzt sich in diesem Rahmen mit den Themen Peers, Peer- Learning intensiv auseinander.

Iris Möller ist staatlich anerkannte Erzieherin mit der Zusatzausbildung „Facherzieherin für Musik“ und arbeitete  in einer Kindertagesstätte als Erzieherin mit musikpädagogischem Schwerpunkt. Im Arbeitskreis „Facherzieher für Musik“ der Gesellschaft für Musikpädagogik (GMP) organisiert und führt sie musikalische Weiterbildungen für ErzieherInnen durch. 2012 beendete sie ihr Bachelorstudium zur Kindheitspädagogin an der HS Neubrandenburg mit dem BA-Thema „Leitlinien zur Entwicklung von Musikkindergärten“.  In dieser Arbeit geht es insbesondere um förderliche Struktur- und Rahmenbedingungen und Interaktionsprozesse qualitativer musikpädagogischer Arbeit in Kindertagesstätten. Iris Möller arbeitet seit August 2012 in der Erzieherausbildung am Pädagogischen Kolleg Rostock.

Werner Buxot ist Musiklehrer an der Beruflichen Schule Stralsund, im Bereich Sozialwesen, und Lehrbeauftragter für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Sechs Jahre lang war er Lehrbeauftragter für Musik an der Hochschule Neubrandenburg, im Studiengang „Early Education“. Er ist als Fortbildner tätig und engagiert sich im Verband Deutscher Schulmusiker M-V e.V. und im Landesmusikrat M-V e.V.  für die musikalische Bildung im Elementarbereich.

Axinja Schubert absolvierte erfolgreich den ersten berufsbegleitenden Studiengang „Early Education“ an der Hochschule Neubrandenburg und leitet eine Großtagespflegestelle bei der Polizeidirektion in Lüneburg. Schon vor ihrem Studium beschäftigte sie sich intensiv mit den Bildungs- und Lerngeschichten und arbeitete an einem Projekt des DJI mit. Sie ist als Dozentin mit dem Schwerpunkt Lerngeschichten und Beobachten und Dokumentieren tätig und wirkt aktiv an der Weiterentwicklung von Ausbildungsstandards in der Kindertagespflege mit. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit entwickelte und untersuchte Frau Schubert einen Schulungsansatz zur Vermittlung der Arbeit mit den Bildungs- und Lerngeschichten auf der Basis der in Neuseeland gelebten Praxis.

Prof. Dr. phil. Marion Musiol ist seit 2004 Hochschullehrerin an der Hochschule in Neubrandenburg und aktuell Studiendekanin im Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung Ihre Schwerpunktthemen in der Lehre sind die Grundlagen der Kindheitspädagogik, die Biografiearbeit im Kontext von Identitätsentwicklungen im Beruf, die  Bedeutung des Spiels, der Themenbereich der Transitionen sowie Resilienz im Aufwachsen von Kindern. Neben der umfangreichen Lehrtätigkeit liegen ihre Forschungsschwerpunkte in Biografischen Interviews und deren Bedeutung für die Weiterentwicklung der Profession, in der Videoanalyse/Interaktionsanalyse als Basis für Verstehensprozesse, im Kontext geteilter Bedeutung von Welt.

Wassilios E. Fthenakis war über 30 Jahre Direktor des Bayerischen Staatsinstituts für Frühpädagogik in München sowie Professor an der Universität Augsburg und an der Freien Universität Bozen (Italien). Zu Beginn dieses Jahrhunderts initiierte er die neueren Bildungspläne und hat, im Auftrag der Hessischen Regierung, den ersten Institutionen übergreifenden und Lernort orientierten Bildungsplan entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Telekomstiftung entwickelte Fthenakis an der Universität Bremen Implementationsstrategien für die neueren Bildungspläne sowie das „Kompetenzmodell“ der Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte. Er gilt als einer der bedeutendsten Vordenker der modernen Kindheitspädagogik und ist gefragter Politikberater für familien- und kindheitspolitische Themen; auch in Mecklenburg-Vorpommern. Mit seinem Konzept zur Ko-Konstruktion von Bildungsprozessen hat Fthenakis der Diskussion um Lerninteraktionen wichtige Impulse und wegweisende Herausforderungen gegeben.

Mechthild Papoušek ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, habilitiert als  Entwicklungspsychobiologin und spezialisiert als Eltern-Kleinkind-Psychotherapeutin. Nach 10jähriger psychiatrischer Tätigkeit spezialisierte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann, dem Kinderarzt Prof. Dr. Hanuš Papoušek, auf die Säuglings- und Kleinkindforschung mit Fokus auf vorsprachliche Kommunikation und Anfänge von Spracherwerb, musikalischer Entwicklung und Spiel sowie auf die intuitiven elterlichen Kommunikationsfähigkeiten in Früherziehung, Bindung und Beziehung. 1990-2005 leitete sie die Forschungs- und Beratungsstelle Frühentwicklung und Kommunikation am Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin, LMU München, mit der „Münchner Sprechstunde für Schreibabys“ zur Erforschung, Prävention, Beratung und Behandlung frühkindlicher Regulationsstörungen und früher Gefährdungen und Störungen der Eltern-Kind-Beziehungen im Säuglings- und Kleinkindesalter. Darauf aufbauend entstand seit 1993 das berufsbegleitende interdisziplinäre Weiterbildungs-Curriculum zur Qualifikation in integrativer kommunikationszentrierter Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung und –Psychotherapie. Im Jahr 2010 wurde ihr für ihr Wirken der Bayerische Verdienstorden verliehen.
Mechthild Papoušek wird über Grundlagen und Funktionen der Kommunikation in frühen Bildungsprozessen referieren.

Holger Brandes ist Rektor der Evangelischen Hochschule Dresden (ehs). Nach dem Studium von Psychologie und Pädagogik arbeitete als Psychotherapeut, Supervisor und Ausbilder mit Schwerpunkt auf Gruppenansätzen und geschlechtsspezifischen Interventionsformen. Seine Schwerpunkte liegen in der Entwicklungspsychologie und Genderaspekten in der sozialen Arbeit und Erziehung. Er ist Leiter des vom BMFSFJ geförderten Tandem-Projekts an der ehs Dresden und wird hierzu referieren.

Stefan Klusemann (PhD an der University of Pennsylvania) ist Collegiate Assistant Professor an der University of Chicago. Seine Forschungs- und Lehrgebiete umfassen u.a. Mikrosoziologie, Soziologie der Emotionen, Gewalt und historische Soziologie politischen und kulturellen Wandels. Von besonderem Interesse für die Tagung sind seine mikro-soziologischen Arbeiten zu Gewalt. Ausgehend von Forschungsmethoden zur Identifizierung von Emotionen in Gesichtsausdrücken (Paul Ekman) sowie interaktionistischen Ansätzen in der Soziologie hat er eine Mikrosoziologie von Massakern in Bürgerkriegen entwickelt. Mit Hilfe von Videoaufnahmen von Massakern, Akten und Zeugenaussagen von Prozessen an Internationalen Gerichtshöfen und anderen Mikrodaten zeigen seine Arbeiten, dass situationelle emotionale Dynamiken entscheidend sind um zu erklären wo und wann Massaker passieren und welche Formen sie auf der Mikroebene annehmen. Seine Arbeiten zu diesem Thema sind erschienen unter anderem im European Journal of Criminology und Sociological Forum.

James Nottingham ist Inhaber und Geschäftsführer der JN Partnership Ltd. Er arbeite als Lehrer und Direktor in Grundschulen sowie weiterführenden Schulen in England. 2000 war er Mitbegründer von RAIS, einem preisgekrönten Multi-Millionen-Pfund-Projektes zur Förderung von Bildung in öffentlichen und gemeinnützigen Organisationen in Nordostengland. Er ist Autor von Büchern, in denen das herausfordernde Lernen und die Förderung des Lernens thematisiert wird. Er ist Mitglied im Visible Learning plus, einer Organisation, die weltweit Modelle zur Änderung der schulischen Bildung sowie des beruflichen Lernens diskutiert. Zudem setzt er sich intensiv mit der Thematik  Philosophieren mit Kindern auseinander und hat Our Education Network in Europa mitbegründet. Im Jahr 2009 wurde James Nottingham in Future500 aufgeführt - die Liste der zukunftsorientiertesten Innovatoren Großbritanniens. Er wird seinen Vortrag zur zukunftsgerichteten Gestaltung von Lernbedingungen halten.

Anja Schwertfeger ist ausgebildete Diplom-Pädagogin. In ihrer beruflichen Praxis arbeitete sie vornehmlich als Sozialpädagogin, Bildungsbegleiterin und Dozentin in pädagogischen und sozialpädagogischen Handlungsfeldern mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Im Zusammenhang mit ihren berufspraktischen Tätigkeiten beschäftigte sie sich insbesondere mit der Vielfalt der familiären Lebensformen, in denen Kinder und Jugendliche gegenwärtig aufwachsen, mit den grundsätzlich gewandelten Aufwachsbedingungen, mit der Pluralisierung der Lebenswelten der Heranwachsenden und mit der Individualisierung jugendlicher Lebensstile, mit ihren spezifischen sozialen Problemlagen und mit dem Erleben sozialer Ungleichheit im Bildungssystem. Als Leiterin des Bereiches Bildungsforschung am Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Rostock (ZLB) wirkte sie u.a. bei der Weiterentwicklung der Qualität der Lehrer/-innenbildung mit, konzeptualisierte und koordinierte Programme wissenschaftlicher Nachwuchsförderung und führte bildungsbezogene Forschungsprojekte durch. Aktuell arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock, am Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik. Die Themenfelder der Sozialpädagogik sowie der Medienpädagogik und der Medienbildung bilden die Schwerpunkte ihrer Lehrtätigkeit. Innerhalb der Forschung beschäftigt sie sich mit institutionellen pädagogischen Beziehungen, Kindheits- und Jugendhilfeforschung sowie mit verschiedenen Bereichen der Bildungsforschung. Als Dozentin in der außeruniversitären Fort- und Weiterbildung bietet sie Sozialarbeitern, Sozialpädagogen, Lehrern und Erziehern unterschiedliche Themen zur Weiterqualifizierung an.