Bildungskongress „GO APP – praktisch lernen“

Inhaltsbeschreibungen der Workshops und der Vorträge am Freitag 20. September

Workshop 5

Die andere Seite des Lernens – Informelles Lernen als Prozess des Selbstlernens innerhalb und außerhalb formaler Bildungsinstitutionen

14.00 - 16.00 Uhr   Ort: Hochschule Neubrandenburg, Haus 1

Bildungsprozesse werden traditionell der Institution Schule zugeschrieben, sie werden also formalisiert. Welche Bildungs- und Lernprozesse sich außerhalb formalisierter Lernorte in den unmittelbaren Lebens-, Erfahrungs- und Handlungszusammenhängen im Alltag von Kindern und Jugendlichen etwa in der Familie oder in der Freizeit in den Peergroups vollziehen, wird in jüngster Zeit stark diskutiert. Einigkeit besteht darüber, dass die Entwicklung von Kompetenzen nicht ausschließlich über formalisierte Lernprozesse, sondern vor allem auch über informelle Bildung stattfindet.
Was aber ist „Informelles Lernen“? Worin unterscheiden sich formale, informelle und non-formale Bildung? Welche Facetten informellen Lernens gibt es und worin besteht dessen „Mehrwert“ neben formaler Bildung? Welches sind die Bildungsorte, in denen sich informelles Lernen vollzieht? Welche Bedeutung hat das von den individuellen Interessen gesteuerte Lernen für die Kompetenz- und Identitätsentwicklung der Heranwachsenden? Wie lassen sich informell erworbene Kompetenzen identifizieren, bewerten und anerkennen? Welche Herausforderungen ergeben sich für formale Bildungsorte wie der Schule?
Diese Fragen werden im Workshops „Informelles Lernen“ gemeinsam und zielorientiert bearbeitet. Zur Eröffnung des Workshops wird ein Impulsreferat in die Thematik einführen, das ausgewählte Orte und Möglichkeiten informeller Bildung - Peers, Familie und Medien - fokussiert und zu einer anschließenden Diskussion anregt. Der beteiligungsintensive, interaktive und kooperative Austausch soll die Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer für informelle Bildungsprozesse Jugendlicher sensibilisieren und Pädagogen zu Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung und Anregung informeller Lernprozesse im Rahmen von Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, aber auch von Schule inspirieren.
Dabei wird den individuellen Anliegen und spezifischen Fragen der Teilnehmenden in der Gestaltung des Workshops besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Ergebnisse der Workshoparbeit werden visualisiert und den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.